Qualitätsprüfung von wissenschaftlichen Arbeiten

Qualitätsprüfung von wissenschaftlichen Arbeiten

Wissenschaftliche Arbeiten müssen einen gewissen Standard erfüllen. Zur Orientierung und Beurteilung gibt es einige Merkmale, auf die du achten solltest – beim Schreiben und Lesen einer wissenschaftlichen Arbeit!

Dieser Aspekt ist wirklich SEHR wichtig für deine Recherchen und das Verfassen deiner Arbeit. Du MUSST ihn unbedingt in deiner Arbeit festhalten und diskutieren. MEHR LESEN Ob du dies in der Methodik machst, oder in der Diskussion ist dir überlassen. Hierbei gehst du auf jedes Kriterium einzeln ein und diskutierst inwiefern du es beachtet und integriert hast.

Grundsätzlich gibt es allgemeine Qualitätskriterien, wie:

Sprachniveau (inkl. Fachsprache), Grammatik, Klarheit, Nützlichkeit, Stringenz, Aktualität, Relevanz, Publikationsort, Institution, …

Dann gibt es sogenannte ‚Gütekriterien‘, die in ‚Gütekriterien Qualitativer Forschung‘ und ‚Gütekriterien Quantitativer Forschung‘ unterschieden werden (können). Außerdem kann man eine Unterscheidung zwischen Haupt- und Nebengütekriterien vornehmen.

Hauptgütekriterien von wissenschaftlicher Forschungsarbeiten sind:

– Objektivität,

– Reliabilität und

– Validität, wobei zwischen interner und externer Validität unterschiedene wird.

– Beispiele für Nebengütekriterien sind: DROP-DOWN

– Skalierung

– Normierung

– Testfairness

– Nützlichkeit

– Zumutbarkeit

– Vergleichbarkeit

– Unverfälschbarkeit

– Transparenz

– Akzeptanz

– Ökonomie

– Äußere Gestaltung

Weitere Gütekriterien qualitativer Forschung: DROP-DOWN

– Offenheit

– Objektivität

– Durchführungsobjektivität

– Auswertungsobjektivität

– Interpretationsobjektivität

– Intersubjektivität

– Transparenz

– Reliabilität

– Validität

– Diskriminante Validität

– Konvergente Validität

– Kriteriums Validität

– Indikation

– Reflexivität

– Triangulation

– Daten-Triangulation

– Theorien-Triangulation

– Investigator-Triangulation

– Methodologische-Triangulation

– Reflexion der Limitationen

Um mehr darüber zu erfahren, habe ich dir hier einige weiterführende Quellen aufgeführt:

– siehe auch: Literaturempfehlungen

https://studi-lektor.de/tipps/qualitative-forschung/guetekriterien-qualitativer-forschung.html

https://studyflix.de/statistik/gutekriterien-1516

https://www.scribbr.de/methodik/guetekriterien/

https://www.empirio.de/empiriowissen/guetekriterien-empirischer-forschungsmethoden

Es gibt einige gängige Herangehensweise die Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit zu überprüfen:

– Der Impact Factor (IF) oder auch Journal Impact Factor (JIF) genannt ist eine Berechnung der Höhe des Einflusses. Er gibt aber nur Auskunft über die Quantität nicht die Qualität eines Artikels oder einer Zeitschrift. Dennoch wird der IF häufig zur Beurteilung der einer Publikationsleistung verwendet.

– In der Medizin wird sich an Leitlinien orientieren. Diese unterlaufen mit dem S-Klassifikationsschema einer Klassifizierung von Leitlinien, wodurch ihre Qualität beurteilt wird. DROP-DOWN

– S1 Leitlinie stellt eine Handlungsempfehlung dar,

– S2k Leitlinie stellt eine Konsensbasierte Leitlinie dar,

– S2e Leitlinie stellt eine Evidenzbasierte Leitlinie dar und

– S3 Leitlinie stellt eine Evidenzbasierte und Konsensbasierte Leitlinie dar.

Weitere Infos:

https://www.awmf.org/leitlinien/awmf-regelwerk/ll-entwicklung/awmf-regelwerk-01-planung-und-organisation/po-stufenklassifikation.html

– Anhand des BIAS wird eine Verzerrung der Ergebnisse durch eine fehlerhafte Datenerhebung beurteilt. DROP-DOWN

– Hierfür wird der Risk of bias berechnet/bewertet. Dies sollte bereits vor der Durchführung einer Studie erfolgen und in der wissenschaftlichen Arbeit diskutiert werden.

http://www.cochrane.de/sites/cochrane.de/files/public/uploads/manual_biasbewertung.pdf

– Eine Bewertung erfolgt z.B. anhand der PEDro-Skala

https://pedro.org.au/wp-content/uploads/PEDro_scale_german.pdf

– In diesem Zusammenhang zu beachten sind außerdem:

– Hawthorne effect

– Investigator bias

– Sample bias

– Social desirability bias

– In der evidenzbasierten Medizin gibt es einige Möglichkeiten zur Klassifikation und Bewertung von Studien: DROP-DOWN

https://www.ebm-netzwerk.de/de/service-ressourcen/ebm-basics/arbeitsmaterialien

Oxford Schema der Evidenzhierarchie bietet eine Einteilung von Evidenzstufen

https://www.cebm.ox.ac.uk/resources/levels-of-evidence/oxford-centre-for-evidence-based-medicine-levels-of-evidence-march-2009

Quadas

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22007046/

– Beurteilung von Systematische Reviews oder Meta-Analysen

AMSTAR Checklist

https://www.bmj.com/content/358/bmj.j4008.long
https://amstar.ca/Amstar_Checklist.php

PRISMA Checkliste

http://prisma-statement.org/prismastatement/Checklist.aspx

http://www.prisma-statement.org/documents/PRISMA%20German%20checklist.pdf

Oxman-Guyatt-Index (veraltet)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1834807/

GRADE-Ansatz: Bewertung und Einstufung der Evidenz und Empfehlungsstärke

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22GRADE+guidelines%22+AND+J+Clin+Epidemiol (Englisch)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=%22GRADE%20guidelines%22%5BAll%20Fields%5D%20AND%20German%5Blang%5D&cmd=DetailsSearch (Deutsch)